Carbon Composite

In unserer eigenen Manufaktur für kohle-, kevlar- und glasfaserverstärkten Kunststoffen produzieren wir Karosserieteile, Schalensitze sowie sinnvolle Leichtbau- und Aerodynamiklösungen für den Caterham 7. Diese Produkte sind in unserem Produkt Katalog ausführlich beschrieben.

Hans Gebhardt ist der Betriebsleiter unserer Abteilung Kunststoffbau. Das ganze Leben lang stand die Arbeit von ihm im Zeichen des Leichtbaus und in der Herstellung von besonderen Fahrzeugen. Diese Erfahrung und Leidenschaft spürt man jeden Tag in den liebevollen Details und in der handwerklichen Perfektion unserer Produkte.

Werdegang Hans Gebhardt
1977 kam er als Modell- und Formenbauer zur BWR nach Rastatt. Dort entstanden in diesem seinerzeit marktführenden Betrieb im Bau von Kunststoffkarossen zum Beispiel die gepanzerten Fahrzeuge von Mercedes-Benz und der Prototyp C111-III. Im Jahr 1978 errang der C111 in Nardo zahlreiche, damals gültige Weltrekorde für mit Diesel angetriebene Fahrzeuge. Am 5. Mai 1979 in Nardo, mit zwei Flossen und zusätzlichen Spoilern bewehrt, machte sich ein zum C 111-IV modifizierter Renner auf den Weg, um den Rundstrecken-Weltrekord nach Untertürkheim zu holen. Die neue Marke lautete nach einer problemlosen Fahrt: 403,978 km/h. Außerdem verbesserte er zusätzlich die Zeiten über die Distanzen von 10 und 100 km sowie 10 und 100 Meilen.

Im Jahr darauf entstand im badischen Rastatt unter Hans Gebhardts kundigen Händen das ARVW - Forschungsauto (Aerodynamik Research Volkswagen). Dieses Forschungsfahrzeug erzielte vom 26.10.1980 bis zum 02.11.1980 auf der Hochgeschwindgkeits - Teststrecke in Nardo ebenfalls zwei Weltrekorde sowie sechs internationale Klassenrekorde für Diesel-Fahrzeuge.

Ab 1980 war Hans maßgeblich daran beteiligt, dass der Porsche 924 GTS sein Kunststoffkleid verpasst bekam.
1983 wurden neben dem Porsche 924 auch die Kunststoffkarossen des Audi "Ur"-Quattro, der 1988er Trans-Am und der 1999er ISMA Rennwagen hergestellt.
In den 80er Jahren entstanden unter Hans Gebhardts fachlicher Leitung die Karossen des in zahlreichen Rennserien und Langstreckenrennen sehr erfolgreichen Gruppe C Porsche.

Daneben war er bei dem weltbekannten Sportwagen-Team Joest für die Karossen und die aerodynamischen Weiterentwicklungen zuständig.

So wurden Änderungen teilweise sogar noch auf dem Rennplatz durchgeführt.

In dieser Zeit hatte auch Joachim Westermann seine ersten Jobs an der Boxenmauer. So war er 1983 bei den 24 Stunden von Le Mans zusammen mit Klaus-Dieter Wolf im Porsche 911 Team von Harald Grohs und Michael Krankenberg für die Zeitnahme zuständig.

Dann kam ab 1986 die Zeit der Supersportwagen für die Straße: Der Porsche 959 in der Straßen- und Rallye Version. Auch diese Karossen wurden komplett im Murgtal gefertigt.

Nachdem Hans die BWR verlassen hatte um sich selbstständig zu machen führte er Aufträge für die Uni Konstanz, für Audi (V8), Reinhold Joest, Günter Gebhardt, Subaru, Opel, Porsche, Manfred Freisinger, MK Motorsport und MOG Racing durch.

Unter anderem baute er auch 2er und 4er Bobs von Christoph Langen, dem fünffachen Weltmeister im Zweier- und zweifachen Weltmeister im Vierer Bob.

Eines der ganz besonderen Referenzobjekte, Bestätigung auch für den von Hans Gebhardt entwickelten Nasslaminataufbau Kohlefaser + spezielle Glasfasergewebe, war der Auftrag von der renommierten Firma Vitra, die sich international vor allem durch die Verpflichtung namhaftester Designer zu der Topmarke im High End Möbelbau entwickelte.
Hans Gebhardt entwickelte die gesamten Werkzeuge und fertigte den "Carbon" Sessel" für das BAD TEMPERED CHAIR vom weltberühmten Designer Ron Arad!
Schon kurz nach Produktionsende wurden bei Auktionen absolute Höchstpreise der limitierten Auflage bezahlt!

Die letzten Projekte für Porsche waren Rennsportteile für den 996 GT3 RSR und Vorserienteile für die Testfahrzeuge des neuen Supersportwagen, dem Porsche GT, insbesondere die Fertigung des Daches.

Als die Aufträge von MOG Racing zu viel Zeit in Anspruch nahmen, beschlossen Hans Gebhardt und Joachim Westermann sich zusammenzutun, um gemeinsam Teile für den Caterham Seven zu entwickeln, zu produzieren und zu vermarkten.